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Die Radiologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von ionisierenden Strahlen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.
Traditionell werden in der Radiologie Röntgenstrahlen verwendet. Darüber hinaus kommen andere ionisierende Strahlen, wie Gammastrahlung oder schnelle Elektronen zum Einsatz. Da ein wesentlicher Einsatzzweck die Bildgebung ist, werden auch andere bildgebende Verfahren wie die Sonografie und die Magnetresonanztomografie (MRT) zur Radiologie gerechnet, obwohl bei diesen Verfahren keine ionisierenden Strahlen zum Einsatz kommen.
Die Radiologie gliedert sich in die Gebiete Diagnostische Radiologie (Untersuchung mittels Strahlen) und Strahlentherapie (Behandlung mit Strahlen). Zur Diagnostischen Radiologie gehören als Teilgebiete die Neuroradiologie und die Kinderradiologie. Es gibt weitere Schwerpunkte wie die Interventionelle Radiologie. Von Bedeutung für die fachärztliche Tätigkeit sind auch Fragen des Strahlenschutzes.
Die Interventionelle Radiologie umfasst minimalisierte therapeutische Maßnahmen, die unter permanenter Kontrolle mittels bildgebender Verfahren durchgeführt werden: zum Beispiel die Aufdehnung von Gefäßverengungen (Angioplastie) unter Durchleuchtungskontrolle (Angiographie). Bei Verwendung einer Gefäßprothese (Stent) wird diese Methode als Stentangioplastie bezeichnet. Weitere Maßnahmen im Rahmen der Interventionellen Radiologie sind u.a.: Tumorembolisationen (~verödungen), die Behandlung von akuten Blutungen, Beseitigung von tumorbedingten Verengungen im Magen-Darm-Trakt oder in den Gallenwegen, Gewebeentnahmen sowie die Behandlung von Gefäßaussackungen (Aneurysmen).
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