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Diabetologie oder Diabetik ist die ärztliche Fachrichtung, die sich mit der Behandlung des Diabetes mellitus beschäftigt.

In Westdeutschland war die Diabetologie früher keine anerkannte Facharztrichtung oder Zusatzqualifikation. Es gab nur privatrechtliche Ausbildungsgänge und Zertifikate, z. B. jene der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, wie etwa „Diabetologe DDG“ oder „Diabetesberater DDG“. Diese Bezeichnungen sind nach dem ärztlichen Standesrecht nicht führbar.

Seit 2003 gibt es jedoch in einigen deutschen Bundesländern (z. B. Bayern, Nordrhein-Westfalen) vertragliche Vereinbarungen zwischen den Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, die zum Ziel haben, formale Kriterien für Diabetesspezialisten zu definieren. Beispielsweise können sich niedergelassene Ärzte in Bayern zum diabetologisch qualifizierten Hausarzt fortbilden, und zwar über die bisherige DDG-Ausbildung plus weitere 33 Stunden Fortbildungskurse. Sie können dann die Bezeichnung öffentlich führen und erhalten für die Behandlung der Diabetespatienten zusätzliche Pauschalen.

Die 2003 novellierte Muster-Weiterbildungsordnung enthält außerdem eine optionale Zusatzbezeichnung „Diabetologie“. Ärzte, die mindestens eineinhalb Jahre überwiegend in der Diabetologie tätig waren und eine Prüfung absolvieren, dürfen sie führen. Im Oktober 2005 hatten jedoch noch nicht alle Bundesländer die Regelung in ihre Weiterbildungsordnungen übernommen.

Durchaus war die Diabetologie in der DDR bereits eine Schwerpunktbezeichnung innerhalb der Inneren Medizin. Im Rahmen der Angleichung wurde das westdeutsche internistische Teilgebiet Endokrinologie, hierunter waren bislang auch die Diabetesformen subsumiert, Mitte der 1990er-Jahre auch offiziell um die Diabetologie erweitert (Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie). Somit gibt es derzeit drei verschiedene Diabetologentypen: Diabetologe nach DDG, Internist mit Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie sowie den Arzt mit Zusatzbezeichnung Diabetologie.

 

Quelle: wikipedia.de

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