Hessischer Sozialminister Stefan Grüttner besucht Wetzlar
„Ziel unserer Gesundheitspolitik ist es, die bestmögliche Versorgung unserer Bürger sicherzustellen“. Dies sagt der hessische Sozialminister Grüttner bei einem Informationsbesuch der Lahn-Dill-Kliniken am 23.02.2011 in Wetzlar.Im Beisein von Landrat Schuster und Vizelandrat Hofmann überbrachte der Minister einen Bewilligungsbescheid über sieben Millionen Euro, mit denen das Land Hessen eine weitere Modernisierung des Klinikums in Wetzlar fördert.
Anschließend gab der Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken Richard Kreutzer dem Minister einen Einblick in die geplanten Umbauvorhaben und zeigte im Beisein des Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, des Medizinischen Direktors des Klinikums Dr. Norbert Köneke, des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Jörg Engel, des Pflegedirektors Michael Müller und des Geschäftsführenden Vorstands des ANR Georg Müller und Dr. Michael Saar den neuen, hochmodernen Linkskatheter-Messplatz der Kardiologie.
Auf Grund der erschreckenden Meldung über verunreinigtes OP Besteck an anderen Kliniken interessierte sich der Minister ganz besonders für die computergesteuerte Aufbereitungsanlage für Sterilgut. Die Bereichsleiterin Dorothee Krohr berichtete nicht ohne Stolz dem Gast aus Wiesbaden, dass pro Tag über 4000 Instrumente von 20 qualifizierten Mitarbeitern aufbereitet werden.
In einer anschließenden Diskussionsrunde ging Herr Grüttner auf die Herausforderung aller im Gesundheitswesen Tätigen ein, künftig die Medizinische Versorgung der Menschen in einer sich wandelnden Altersstruktur der Gesellschaft zu gewährleisten. Besonders wichtig schien dem Minister, dass ein Frontendenken zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aufgegeben werden muss. Richard Kreutzer und Georg Müller betonten, dass durch die engen Kontakte zwischen dem ANR und den Lahn-Dill-Kliniken hier schon früh die Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Dies zeigt sich einerseits im Aufbau einer gemeinsamen Palliativersorgung im Lahn-Dill-Kreis, anderseits in der Gründung einer gemeinsamen GmbH zur Förderung der Gesundheitsregion Lahn-Dill. Dr. Saar wies auf die hohe Arbeitsbelastung der Landärzte und auf den drohenden Ärztemangel besonders in ländlichen Regionen hin und der Minister versicherte, dass die Politik dieses Problem erkannt hat und intensiv an einer Lösung arbeitet.
Anschließend fuhren Herr Hofmann, Herr Irmer, Herr Kreutzer und der Vorstand des ANR mit dem Minister in die Zentrale Leitstelle in Wetzlar. In gewohnter Manier und Souveränität erläuterte der Kreisbrandinspektor des Lahn-Dill-Kreises Rupert Heege dem Gast die Vorteile der arztbesetzten Leitstelle. Wie schon in der Vergangenheit bei den Besuchen durch die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt oder den früheren Ministerpräsidenten Roland Koch zeigte sich auch der hessische Sozialminister tief beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und den Vorteilen des vorgestellten A.N.R Projekts. Anschließend hatte der Vorstand des ANR die Möglichkeit dem Minister die Sorgen bezüglich der weiteren Finanzierung seines Vorzeigeprojekts vorzutragen. Er riet uns, spätestens im 2. Quartal 2011 die Verhandlungen mit den Kostenträgern wieder aufzunehmen, um das Fortbestehen des Arzt-Notrufes zu erreichen und das System dauerhaft finanziell zu sichern.
In seinem Schlusswort versprach der Minister sich darüber Gedanken zu machen, wie er uns– der Tradition des hessischen Sozialministeriums folgend – in der Zukunft tatkräftig unterstützen kann.
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